Zentrales Technologieprogramm Saar: Förderung für innovative FuE-Projekte im Saarland

Das Zentrale Technologieprogramm Saar ist ein zentrales Förderinstrument des Saarlands, das sich auf die Unterstützung innovativer Forschungs- und Entwicklungsprojekte (FuE) konzentriert. Es richtet sich vor allem an saarländische Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU), um deren Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und den Strukturwandel in der Region voranzutreiben.

Kurzzusammenfassung des Programms

Das Programm fördert Einzel- und Kooperationsprojekte in Schlüsselbereichen wie Mechatronik, Automatisierung, IT, Lifesciences, Materialien und Energie. Die Finanzierung erfolgt durch nicht rückzahlbare Zuschüsse, die aus Mitteln des Saarlands und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) stammen. Ziel ist es, innovative Entwicklungen zu ermöglichen, die den regionalen Wirtschaftsstandort Saarland langfristig aufwerten.

Kumulierbarkeitsregeln

Die Förderung kann nicht mit anderen öffentlichen Mitteln für denselben Zweck kombiniert werden. Bei De-minimis-Beihilfen gilt ein Höchstbetrag von 200.000 € (oder 100.000 € für den Straßengüterverkehr) innerhalb von drei Steuerjahren. Das Programm unterliegt den EU-Beihilferegeln, einschließlich der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) und der De-minimis-Verordnung, um eine faire und regelkonforme Umsetzung zu gewährleisten.

Potentielle monetäre Vorteile

Kategorien des monetären Mehrwerts

  • Zuschüsse: Der monetäre Vorteil ist hoch. Für Einzelprojekte sind bis zu 500.000 € möglich, bei Kooperationsprojekten bis zu 400.000 € pro Unternehmen und bis zu 300.000 € für FuE-Einrichtungen. Die Förderquoten liegen zwischen 25 % und 90 %, abhängig von der Unternehmensgröße und der Projektart.
  • Darlehen: Nicht relevant, da das Programm keine Darlehenskomponente enthält.
  • Steuervergünstigungen: Nicht relevant, da keine Steuervorteile vorgesehen sind.

Gesamtbewertung des monetären Mehrwerts

Hoch – Die attraktiven Zuschussbeträge und hohen Förderquoten machen das Programm besonders für KMU und Kooperationsvorhaben interessant.

Hinweis auf indirekte Vorteile

Neben den direkten finanziellen Mitteln bietet das Programm Zugang zu Netzwerken durch Kooperationen mit Forschungseinrichtungen und anderen Unternehmen. Zudem entstehen potenzielle Marktvorteile durch die Entwicklung innovativer Produkte und Technologien.

Bedingungen für Antragsannahme

Antragsberechtigt sind privatwirtschaftliche Unternehmen mit einer Betriebsstätte im Saarland, die nicht mehr als 24,9 % öffentliche Anteile besitzen. KMU müssen die geltende Definition erfüllen. Forschungseinrichtungen können nur in Kooperationsprojekten mit Unternehmen teilnehmen.

Die Projekte müssen vor Beginn schriftlich beantragt werden und einen klaren Bezug zu den Schwerpunktfeldern der Innovationsstrategie des Saarlands aufweisen, wie Mechatronik, IT oder Energie. Eine gesicherte Gesamtfinanzierung des Projekts ist erforderlich, inklusive eines detaillierten Kosten- und Finanzierungsplans.

Ausgeschlossen sind Unternehmen in Schwierigkeiten oder solche mit ausstehenden Rückforderungen der EU-Kommission. Die Projektdurchführung muss überwiegend im Saarland erfolgen. Der Mindestzuwendungsbetrag beträgt 12.500 €, mit einer Ausnahme für externe Dienstleistungen ab 5.000 €.

Dieses Programm bietet saarländischen Unternehmen eine wertvolle Chance, ihre Innovationskraft zu nutzen und den regionalen Strukturwandel aktiv mitzugestalten.

Zentrales Technologieprogramm Saar: Förderung für innovative FuE-Projekte im Saarland