Clusters Go Industry: Förderprogramm für Batterieforschung und Industriekooperationen

Das Förderprogramm "Clusters Go Industry" (CGoIn) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist ein zentraler Bestandteil des Dachkonzepts Batterieforschung. Es zielt darauf ab, die Batterieforschung in Deutschland nachhaltig zu stärken, indem bestehende Kompetenzcluster erweitert, fortgeführt oder neu initiiert werden. Durch enge Kooperationen zwischen Wissenschaft und Industrie wird der Transfer von Forschungsergebnissen in industrielle Anwendungen gefördert.

Kurzzusammenfassung des Programms

Das Programm umfasst drei wesentliche Module: Das Clustermodul konzentriert sich auf Forschung in Netzwerken, das Transfermodul auf den industriellen Transfer von Ergebnissen und die Begleitforschung auf Vernetzung sowie Nachhaltigkeitsbewertung. Ziel ist es, innovative Batterietechnologien voranzutreiben und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft im Bereich elektrochemischer Energiespeicher zu sichern.

Kumulierbarkeitsregeln

Die Förderung erfolgt unter Einhaltung der EU-Beihilferegeln gemäß der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO). Eine Kumulierung mit anderen staatlichen Beihilfen ist möglich, solange die maximal zulässigen Beihilfeintensitäten oder -beträge nicht überschritten werden (Art. 8 AGVO). Kumulierung mit De-minimis-Beihilfen ist ausgeschlossen, wenn dadurch AGVO-Grenzen überschritten würden. Unionmittel, die nicht als staatliche Beihilfen gelten, werden bei der Grenzberechnung nicht berücksichtigt, sofern der Gesamtbetrag der öffentlichen Mittel den günstigsten Finanzierungssatz nicht übersteigt.

Potentielle monetäre Vorteile

Kategorien des monetären Mehrwerts

  • Zuschüsse: Hoch – bis zu 55 Mio. € pro Unternehmen oder Vorhaben für Grundlagenforschung, 35 Mio. € für industrielle Forschung, 25 Mio. € für experimentelle Entwicklung und 10 Mio. € für Innovationsbeihilfen für KMU.
  • Darlehen: Nicht relevant, da keine Darlehensförderung vorgesehen ist.
  • Steuervergünstigungen: Nicht relevant, da keine Steuervergünstigungen im Programm enthalten sind.

Die Gesamtbewertung des monetären Mehrwerts ist hoch, basierend auf den potenziell sehr hohen Zuschüssen, die je nach Forschungskategorie und Unternehmensgröße gewährt werden können.

Hinweis auf indirekte Vorteile

Neben den direkten finanziellen Mitteln bietet das Programm Zugang zu einem starken Netzwerk aus Wissenschaft und Industrie, Unterstützung beim Technologietransfer, strategische Positionierung im Bereich Batterietechnologien sowie einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit durch innovative Entwicklungen.

Bedingungen für Antragsannahme

Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft – je nach Modul variierend: Das Clustermodul ist auf Forschungseinrichtungen beschränkt, während Transfermodul und Begleitforschung auch Unternehmen einbeziehen.

Zum Zeitpunkt der Auszahlung muss eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland vorhanden sein (für Unternehmen) bzw. eine Einrichtung für nichtwirtschaftliche Tätigkeiten (für Forschungseinrichtungen). Es ist ein Nachweis von Forschungsexpertise im Bereich elektrochemischer Energiespeicher erforderlich, z. B. durch Beteiligung an BMBF-Maßnahmen oder Einbindung ins Batterieökosystem.

Zusätzlich muss ein Konzept zur Erfassung und Messung von Nachhaltigkeitsindikatoren für die adressierte Batterietechnologie vorgelegt werden. Im Transfermodul übernimmt ein Industrieunternehmen die Federführung, mit thematischer Anknüpfung an erfolgreiche Vorlaufforschung in einem BMBF-Kompetenzcluster. Mindestens ein Partner muss in den letzten fünf Jahren in einem Kompetenzcluster gefördert worden sein oder aktuell gefördert werden.

Die Einhaltung der beihilferechtlichen Vorgaben der AGVO ist essenziell, insbesondere hinsichtlich maximaler Förderintensitäten: 100 % für Grundlagenforschung, 50 % für industrielle Forschung, 25 % für experimentelle Entwicklung – mit möglichen Aufschlägen für KMU oder Kooperationen.

Anträge werden über das elektronische System „easy-Online“ eingereicht (außer im ersten Halbjahr 2024 für Skizzen), im Rahmen eines zweistufigen Verfahrens: Zuerst Skizze oder Rahmenplan, dann förmlicher Antrag.

Clusters Go Industry: Förderprogramm für Batterieforschung und Industriekooperationen