Bayerisches Holzbauförderprogramm BayFHolz: Zuschüsse für klimafreundlichen Holzbau in Bayern

Das Bayerische Holzbauförderprogramm – BayFHolz – ist eine Initiative des Freistaats Bayern, die den klimafreundlichen Holzbau unterstützt. Es zielt darauf ab, die langfristige Bindung von CO2 zu fördern und die Klimaneutralität bis 2040 zu erreichen. Gefördert werden Neubau, Erweiterung und Aufstockung von Gebäuden in Holzbauweise, insbesondere kommunale Einrichtungen wie Schulen oder Verwaltungsgebäude sowie mehrgeschossige Wohngebäude mit definierten Mindestgrößen.

Kurzzusammenfassung des Programms

BayFHolz bietet Zuschüsse für Projekte, die Holz als nachhaltiges Baumaterial einsetzen. Die Förderung richtet sich an kommunale Gebietskörperschaften sowie natürliche und juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts. Durch den Einsatz von Holzbauelementen und Dämmstoffen wird der gebundene Kohlenstoff berechnet und honoriert, was zu erheblichen finanziellen Vorteilen führen kann. Das Programm unterstreicht Bayerns Engagement für umweltverträgliches Bauen und trägt zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks bei.

Kumulierbarkeitsregeln

Zu einer expliziten Kombinierbarkeit mit anderen Förderprogrammen gibt es in den verfügbaren Informationen keine detaillierten Angaben. Eine individuelle Prüfung unter Berücksichtigung der EU-Beihilferegeln sowie nationaler Förderungen ist empfehlenswert. Die Förderung erfolgt ohne Rechtsanspruch und nur im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel, was eine sorgfältige Planung erfordert.

Potentielle monetäre Vorteile

Das Programm bietet hohe Zuschüsse, die auf der Menge des gebundenen Kohlenstoffs basieren. Pro Baumaßnahme können bis zu 200.000 € gewährt werden, mit einem Mindestzuschuss von 25.000 €. Die Berechnung erfolgt mit 500 € pro Tonne gebundenem Kohlenstoff in Holzbauelementen und Dämmstoffen. Darlehen oder Steuervergünstigungen sind nicht vorgesehen, doch der monetäre Mehrwert wird als hoch eingestuft.

Indirekte Vorteile umfassen die Unterstützung der bayerischen Klimastrategie sowie Marktvorteile durch nachhaltiges Bauen, wie gesteigerte Attraktivität für umweltbewusste Investoren und Mieter.

Bedingungen für die Antragsannahme

Um förderfähig zu sein, muss der Antrag vor Beginn der Baumaßnahme gestellt werden – bereits begonnene Vorhaben werden nicht unterstützt. Die Gebäude müssen in Holzbauweise ausgeführt werden, wobei mindestens die Gebäudehülle (Außenwand) und zwei weitere wesentliche Bauteile (z. B. Dach und Decken) aus Holz bestehen.

Ein Nachweis der gespeicherten Kohlenstoffmenge ist über ein spezielles CO2-Tool erforderlich. Für kommunale Gebäude und mehrgeschossige Wohngebäude (Gebäudeklassen 3-5) gilt eine Mindestbruttogrundfläche von 300 m²; bei Aufstockungen mindestens 100 m² zusätzliche Fläche und zwei Wohneinheiten.

Die Förderung ist auf verfügbare Haushaltsmittel beschränkt und gewährt keinen Rechtsanspruch. Interessierte sollten frühzeitig die genauen Anforderungen prüfen, um eine erfolgreiche Bewerbung zu gewährleisten.

Dieses Programm macht den Holzbau in Bayern attraktiver und trägt maßgeblich zur nachhaltigen Entwicklung bei.

Bayerisches Holzbauförderprogramm BayFHolz: Zuschüsse für klimafreundlichen Holzbau in Bayern